Taiji im Grüneburgpark

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Der Daoismus als spiritueller Hintergrund des Taijiquan liefert uns eine Fülle an Praktiken und Anweisungen zur Lebensführung. Im wesentlichen sei hier das Wu Wei erläutert.


Image Sören Aissen Säbelform Chen Taijiquan

Der spirituelle Hintergrund des Taijiquan als Geistesschule und Lebenspflege.



In unseren Taijiquan Kursen und unserem Taijiquan Unterricht in Frankfurt beschäftigen wir uns überwiegend mit der Taiji - Praxis, dem Erlernen der Chen Taijiquan Formen und der Entwicklung einer für Qigong und Kampfkunst tauglichen Körperstruktur. Tiefe Meditationsübungen sind für das Erlernen des Taijiquan nicht von Nöten. Ich erwarte nicht von meinen Schülern dass sie ihr Leben auf den Kopf stellen um ein „spiritueller Meister“ zu werden. Wir sind weder Religion noch Sekte, als Guru bin ich nicht geeignet. Wer dieses sucht ist bei mir leider nicht an der richtigen Adresse. Wir sind eine Schule für Taijiquan und mein Verständnis der daoistischen Lebensweise beinhaltet den Gedanken von Freiheit – also geistig wie körperlich. Die Kampfkunst soll uns unterstützen diese Freiheit zu erhalten. Die Tai Chi Schule und ihre Bewegungslehre soll uns dabei helfen körperliche Freiheit zu entwickeln.

Taijiquan verändert unseren Körper und auch den Geist in positiver Weise. So kann die dem Taijiquan zugrundeliegende spirituelle Geistespflege unseren Alltag auch im zwischenmenschlichen Miteinander fördern.

Speziell für all jene, welche es sich zum Ziel gesetzt haben das Taijiquan als Kampfkunst intensiv zu betreiben, ist es meiner Meinung nach wichtig, die Geistesschule nicht aus den Augen zu verlieren. Hier ist ab einem bestimmten Punkt der Praxis ein Ausgleich zur Kampfkunst wichtig. Nämlich dann, wenn ich ein eher kämpferisches und realistisches Gong Fu betreibe. Stichwort ist hier meine Aussage: „Von Grob zu Fein“. Übt man das Grobe und das anwendungsbetonte Gong Fu kann es leicht passieren, dass man etwas „Grobschlächtig“ im Wesen werden kann. Gewöhnt man sich ja mit der Zeit nicht nur daran spürbare Schläge einzustecken, sondern auch auszuteilen. Die Übungen des Geistes helfen uns dabei Geborgenheit, Liebe und Mitgefühl zu entwickeln. Andererseits schaffen sie aber auch eine gewisse Gleichgültigkeit, zum Beispiel gegenüber Entbehrungen oder Bindungen.

Zur Unterstützung in der Entwicklung unserer Taijiquan - Fähigkeiten sollte man wenigstens den Begriff des Wuwei verstanden oder zumindest einmal gehört haben.

Daher möchte ich das Konzept des Wuwei im folgendem etwas erklären: Das Wu Wei Prinzip - Absichtslos und Aufmerksam